Sunlight ist ein leichtes, PVC-freies Material für hochwertige Drucke. Ideal für den Innen- und Außenbereich, erhältlich in einer Breite von bis zu 5 Meter.
Moonlight zeichnet sich durch ein leichtes, knitterfreies Finish und eine brillante weiße Oberfläche aus, die eine intensive Lichtdurchlässigkeit für Lightboxen und Event-Banner gewährleistet.
Butterfly bietet eine beeindruckende Planlage und eine konsistente Farbwiedergabe auf beiden Seiten. Perfekt für doppelseitige Beschilderung / hängende Banner!
Spiderweb vereint die Festigkeit von PVC mit leichter Effizienz – es wiegt nur die Hälfte, ohne die Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Es bietet hervorragende Durchsicht und lebendige Bildqualität, ganz ohne die schädlichen Umweltauswirkungen von PVC. Perfekt für Sport- und Event-Banner.
Kompatibel mit Latex- und UV-Tinten, ist die Gecko-Reihe von Wandverkleidungen eine ausgezeichnete Wahl für Innen- und Eventdekorationen. Erhältlich in Breiten von bis zu 5 Metern, bietet sie für ausgewählte Größen auch eine selbstklebende Rückseite, die eine einfache Anwendung ermöglicht.
Snail band ist ein Spleißmaterial mit überlegener Spleißleistung, einfacher Verarbeitung und hoher Haftung, das für alle Serien von KAVALAN-Produkten geeignet ist.
Dragonfly ist ein leichtes, PVC-freies Keder, ideal zum Sichern und Schützen von großformatigen Bannern. In Kombination mit einem PP-Kern und KAVALANs PVC-freiem Stoff bietet es maximale Festigkeit und Haltbarkeit.
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Die Methodik der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) existiert bereits seit den 1970er-Jahren und kann ein äußerst wirkungsvolles Instrument für das Umweltmanagement sein – insbesondere, wenn es darum geht, die tatsächlichen Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu messen. Indem ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet wird – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung – liefert die LCA Unternehmen, politischen Entscheidungsträgern und Konsument*innen ein umfassenderes Bild der ökologischen Auswirkungen. Dabei werden nicht nur Emissionen berücksichtigt, sondern auch Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und Abfall.
Gerade im Bereich des großformatigen Drucks, in dem Materialien wie PVC, Lösungsmittel und chemische Zusätze seit Langem unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten problematisch sind, bietet die LCA die Möglichkeit, unbequemen Wahrheiten ins Auge zu sehen – und gleichzeitig einen verantwortungsvolleren Weg nach vorn zu finden.
Doch die Methode kann auch dazu missbraucht werden, Daten selektiv darzustellen und so eine gewünschte Erzählung zu untermauern. Richtig angewendet kann die LCA als Wegweiser für echten Wandel dienen. Falsch eingesetzt hingegen liefert sie die perfekte Grundlage für Greenwashing.
Die Entwicklung und der Zweck der LCA
Das Grundprinzip der Lebenszyklusanalyse ist simpel und effektiv: Ziel und Umfang definieren, Daten erheben, Auswirkungen bewerten und die Ergebnisse interpretieren. Inzwischen ist die Methode so fest in den Nachhaltigkeitsstrategien von Regierungen, NGOs und Unternehmen verankert, dass sie als Entscheidungsgrundlage, zur Politikgestaltung und zur Messung von Fortschritt dient. Dabei ist ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend: Eine belastbare LCA betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Wiege bis zur Bahre. Ohne Transparenz erzählt selbst die gut gemeinte Analyse oft nur die halbe Wahrheit.
Das Problem vereinfachter PCFs
Während eine LCA ein breites Spektrum an Umweltauswirkungen abdeckt, konzentriert sich der Product Carbon Footprint (PCF) häufig ausschließlich auf Treibhausgasemissionen. In der großformatigen Druckbranche basieren viele PCFs auf einem begrenzten „Cradle-to-Gate“-Ansatz, der sich fast ausschließlich auf Daten aus standardisierten Lebenszyklusdatenbanken stützt. Diese berücksichtigen vor allem Energie- und Wasserverbrauch während der Produktion.
Dabei entsteht eine gravierende Lücke: Besonders bei Materialien wie PVC stammen erhebliche Emissionen nicht aus dem Energieverbrauch, sondern aus komplexen chemischen Prozessen, Zusatzstoffen und Herstellungsschritten, die weder Energie- noch Wasserverbrauch direkt miteinbeziehen. Standardisierte PCFs erfassen diese kritischen Emissionen schlichtweg nicht.
So entsteht das irreführende Bild, dass PVC oder bestimmte Textilien eine günstige CO₂-Bilanz aufweisen – obwohl ihre Herstellung mit enormen Treibhausgasemissionen und giftigen Schadstoffen verbunden ist. Eine genaue Bewertung dieser Auswirkungen erfordert standortspezifische Tests und Messungen – standardisierte Datenbanken allein reichen nicht aus. Ohne diese Tiefe tragen vereinfachte PCFs eher zum Greenwashing bei, als dass sie ein realistisches Bild der Umweltleistung eines Produkts zeichnen.
Großformatdruck im Fokus
Die Großformatdruckbranche befindet sich an einem kritischen Wendepunkt. Sie hat sich lange Zeit auf PVC und diverse chemische Zusätze verlassen – doch nun erkennt sie zunehmend, dass nachhaltigere Alternativen verfügbar sind und ein umweltfreundlicherer Weg durchaus möglich ist. LCAs können in diesem Wandel eine entscheidende Rolle spielen – aber nur, wenn sie methodisch korrekt umgesetzt werden. Ohne einen ganzheitlichen Ansatz besteht die Gefahr, dass sie eher verschleiern als aufklären.
Die Methode besteht aus vier zentralen Phasen: Ziel- und Umfangsdefinition, Sachbilanz (LCI), Wirkungsabschätzung (LCIA) und Interpretation. Jede Phase trägt wesentlich dazu bei, die tatsächlichen Auswirkungen eines Produkts zu erfassen. Ein schwaches Glied in dieser Kette kann das gesamte Ergebnis verzerren.
Die entscheidende Frage: Was ist die Absicht?
Natürlich ist nicht jede LCA darauf ausgelegt, zu täuschen. In manchen Fällen kann eine einfache Analyse durchaus sinnvoll sein – etwa zur Verbesserung des Produktdesigns, zur Identifizierung ökologischer Schwachstellen oder zur Einhaltung erster regulatorischer Vorgaben. Doch sobald LCA-Daten als Marketinginstrument eingesetzt werden, steigt die Versuchung, nur die vorteilhaftesten Ergebnisse zu präsentieren.
Und das ist keineswegs nur ein theoretisches Risiko. In den letzten Jahren gerieten beispielsweise bestimmte Recycling-Zertifizierungen in die Kritik, weil sie mit wohlklingenden, aber wenig aussagekräftigen Aussagen wie „bis zu X % recycelt“ oder „aus Recyclingmaterial“ werben – ohne zu erklären, was genau das bedeutet, woher das Material stammt und welche Umweltauswirkungen weiterhin bestehen.
Lösungsansätze für eine glaubwürdige Wirkungsmessung
Wie also kann dieses Problem gelöst werden?
Investitionen in standortbezogene Daten: Jede LCA und jeder PCF sollte klar den Umfang, die Datenquellen, getroffene Annahmen und bestehende Grenzen offenlegen.
Investment in Site-Based Data: Wann immer möglich, sollten Daten direkt von Lieferanten und Produktionspartnern erhoben werden – insbesondere für vorgelagerte Prozesse.
Standardisierung: Branchenspezifische Leitlinien sollten entwickelt werden, um eine konsistente Erfassung und Berichterstattung der Umweltauswirkungen zu gewährleisten
Unabhängige Überprüfung: Drittparteienprüfungen können helfen, falsche Darstellungen zu vermeiden. Diese Prüfer sollten jedoch nicht als „zertifizierte“ Gutachter gelten – dieser Titel sollte spezialisierten Organisationen vorbehalten bleiben, die über die notwendigen Ressourcen für umfassende Tests und Messungen verfügen.
Gesetzgebung: Mit dem Ausbau von Klimapolitik sollten verpflichtende und verifizierbare PCFs zum Standard werden – vor allem in Branchen mit besonders großen ökologischen Fußabdrücken
Fazit: Ein zweischneidiges Schwert
Im besten Fall ist die LCA eines der wirksamsten Werkzeuge für Nachhaltigkeit: Sie hilft, Verantwortung zu übernehmen, Schwachstellen zu identifizieren und Innovation voranzutreiben. Im schlimmsten Fall dient sie lediglich der Beruhigung – nicht der Veränderung.
Gerade für die Großformatdruckbranche – aber auch für alle anderen Industrien, die sich zunehmender Prüfung ihrer Umweltbilanz stellen müssen – eröffnet sich hier eine Chance. Nicht nur, um Mindestanforderungen zu erfüllen, sondern um voranzugehen. Um Kund*innen, Partnern und Aufsichtsbehörden zu zeigen, dass Nachhaltigkeit kein leeres Versprechen ist, sondern eine Verpflichtung, die auf Daten, Transparenz und kontinuierlicher Verbesserung beruht.
Die Debatte über LCAs und Greenwashing wird sich weiter zuspitzen. Die entscheidende Frage ist nun: Werden Unternehmen sich ehrlich beteiligen – oder riskieren sie, von Konsument*innen und politischen Entscheidungsträgern abgehängt zu werden?
